Presseinformation
Pressemitteilung der Osteoporose-Hilfe Hannover e.V. (OHH)
KYPHOPLASTISCHE
OPERATION: EINE NEUE BEHANDLUNGSFORM FÜR SCHMERZHAFTE
OSTEOPOROTISCHE WIRBELKÖRPERBRÜCHE
(Hannover,
3.11. 2008) In Zusammenarbeit mit der Klinik für
Unfallchirurgie der MHH (Leitung Prof. Krettek) und der Klinik
für Rehabilitationsmedizin der MHH (Leitung Prof. Gutenbrunner),
bietet die Osteoporose Selbsthilfegruppe Hannover (OHH) allen
Interessierten eine Vortragsveranstaltung an, die das Ziel
hat, über eine neue Operationsmethode zu informieren,
die den plastischen Wiederaufbau osteoporotisch zusammengebrochener
Wirbelkörper ermöglicht. Der Vortrag findet am Mittwoch,
den 12.11. 2008 um 17.00 Uhr in der Medizinischen Hochschule
Hannover im Hörsaal G statt und ist kostenlos.
Als Redner wird Herr Dr. med. Christian Müller aus der
Unfallchirurgie der MHH, der in der Klinik schwerpunktmäßig
die Kyphoplastie durchführt, vortragen. Während
der Vortragsveranstaltung sind Anwesende herzlich dazu eingeladen,
an Diskussionen und Fragen bezüglich Vor- und Nachteilen
der Methode teilzunehmen.
Bei der Kyphoplastie handelt es sich nach Prof.
Dr. med. Axel Gehrke, dem ehemaligen Leiter der Klinik für
Physikalische Medizin und Rehabilitation der MHH und jetzigem
Vorsitzenden der Osteoporose Selbsthilfegruppe um eine
einfache, aber geniale Idee, die völlig neue Behandlungsmöglichkeiten
insbesondere der schmerzhaften Spätphasen der Osteoporose
ermöglicht. Wirbelkörperbrüche stellen häufig
das erste Ereignis dar, dass zur Diagnose der Osteoporose
führt. Sie sind nicht nur mit für das "Kleiner
werden" und "Krumm werden" beim älteren
Menschen mit Osteoporose verantwortlich, sondern können
schnell oder erst nach Monaten oder gar Jahren zu ganz erheblichen
Schmerzen führen. Neben der etablierten konservativen,
medikamentösen und physikalischen Therapie kann heute,
wie Dr. Müller ausführen wird, in vielen dieser
Fälle mit der Operationsmethode der Kyphoplastie
geholfen werden. Diese stellt einen relativ wenig belastenden
operativen Eingriff dar, bei dem in "Schlüssellochtechnik",
also über sehr kleine Hautschnitte, spezielle Ballonkatheter
in den zusammengebrochenen Wirbelkörper eingebracht werden.
Der Wirbelkörper wird dann kontrolliert wieder angehoben
und mit einem speziellen Zement ausgefüllt. So erlangt
der Wirbel einen Teil seiner ursprünglichen Form und
Stabilität zurück, was meist noch am OP-Tag zu einer
erheblichen Verbesserung der Schmerzen führt. In dem
Vortrag wird gezeigt, wie das Verfahren funktioniert, was
damit erreicht werden kann und für wen es eine gute Behandlungsmöglichkeit
darstellen kann.
Die Osteoporose Hilfe Hannover (OHH) e.V. ist gemeinnützig
und fördert das Erkennen und Bewerten von Schädigungen,
Fähigkeitsstörungen und sozialen Beeinträchtigungen
von Patienten mit drohender oder vorhandener Osteoporose.
Sie hilft den Mitgliedern mit dem Ziel planvollen Einsatzes
rehabilitativer Maßnahmen und zur Bewertung der Rehabilitationsergebnisse.
Der Verein ist von allen Kassen anerkannt und führt eigenständige
Kurse zur Patienteninformation und -Schulung durch, unter
Vermittlung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten,
die es dem Patienten ermöglichen, sich aktiv in den Rehabilitationsprozeß
einzubringen und mit der Behinderung umzugehen. Die Kurse
orientieren sich an der Funktionsstörung der vorliegenden
Erkrankung und an Risikofaktoren. Eigens geschulte Therapeuten
richten an mehreren Stellen in Hannover spezielle Kurse zu
trockenem und nassem (Aquatherapie)
Funktionstraining aus, das, ärztlich verordnet, bei allen
Defiziten des Bewegungsapparates unterschiedlicher Erkrankungen
durch die Kassen bezuschusst wird.
Für weitere Informationen, oder um in der Osteoporose
Hilfe Hannover (OHH) e.V. aktiv zu werden, wird am Vortragsabend
Informationsmaterial angeboten.
Kontaktinformation:
Prof. Dr. med. Axel G e h r k e (Vorsitzender)
0177 26 62 12 6
gehrke.axel@mh-hannover.de
Osteoporose-Hilfe
Hannover e.V. (OHH)
Uferzeile 3
30627 Hannover
Tel.:0511/ 5324134